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Die DORNFINGERSPINNE ist die einzige wirkliche Gift-Spinne in Deutschland. Ein sicheres Merkmal der DORNFINGERSPINNE sind die schwarzen Bein-Enden.
Optik: Das Männchen wird ca. 11 mm lang und das Weibchen ca. 15 mm – der Rumpf ohne Beine. Die Grundfarbe der Spinne ist grünlich bis helloliv, kann aber auch fast ins Orange spielen. Auf dem Hinterleib hat die DORNFINGERSPINNE zwei helle Längsstreifen, mit leichter Musterung. Ihre Kieferklauen sind auffällig, gelbrot gefärbt mit schwarzen Enden.
Kontakt: Der Biss sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Insbesondere bei allergischen Erwachsenen oder wenn Kinder gebissen werden, sollte sofort ein Arzt konsultiert werden. Wer von einer DORNFINGERSPINNE gebissen wird, der verspürt zunächst ein Stechen vom Biss und unmittelbar danach einen meist sehr stark brennenden Schmerz. Die Bissstelle verfärbt sich rot und schwillt rasch an. Die Schwellung ist auch noch einige Tage zu sehen. Darüber hinaus fühlt sich der von einer DORNFINGERSPINNE gebissene häufig matt und abgeschlagen. Es kann zum Schüttelfrost kommen oder auch zu Beklemmungsgefühlen in der Brust, Übelkeit, Kopfschmerzen und Kreislaufproblemen. Nach 2 – 4 Tagen lassen die Sympthome jedoch meist wieder nach.
Was tun nach einem Biss ? Verhalten Sie sich ruhig. Vermeiden Sie körperliche Anstrengung. Die Bisswunde falls möglich unter kaltes, laufendes Wasser halten. Kühlen und nicht kratzen. Suchen Sie umgehend einen Arzt auf. Es hat sich häufig schon als äußerst hilfreich erwiesen, die Spinne, von der die Bisswunde stammt mit zum Arzt zu nehmen.
Biss bei Tieren: Gelegentlich werden auch Hunde oder Katzen von einer DORNFINGERSPINNE gebissen. Wenn sie an den Kokon stoßen, greift das Weibchen sofort an und beisst zu, wobei es bei Haustieren aufgrund des Fells schwerer für die Spinne ist, hier bis zur Haut vorzudringen. Die Spinne lebt von dem Giftvorat. Ist dieser erschöpft, begibt sich die Spinne in Gefahr. Deswegen werden bei Wehrbissen gegen Menschen auch meist nur geringe Mengen Gift abgegeben. Vorkommen der DORNFINGERSPINNE: Die DORNFINGERSPINNE stammt ursprünglich aus dem Mittelmeer-Raum und kommt z.B. in Slowenien und Kroatien vor. Aber auch in Italien, in der Schweiz, ebenso in Frankreich. Weltweit gibt es 400 verschiedene Arten von DORNFINGERN. In Österreich wurde seit 2006 die Dornfingerspinne häufiger gesichtet, z.B. bei Wien oder in Tirol. Aber auch aus verschiedenen Regionen Süddeutschlands und den nördlichen Gebieten der Schweizerischen Alpen wurden Sichtungen bekannt. Mein Exemplar hier auf den Fotos stammt aus der Vorderpfalz, Kreis Ludwigshafen (zw.Waldsee und Schifferstadt).
So lebt die DORNFINGERSPINNE: Die DORNFINGERSPINNE baut sich einen fingerförmigen Kokon, den man an seiner weissen Farbe meist gut erkennen kann. Sie lieben besonders Feuchtwiesen, Magerwiesen mit hohem Gras. Auch strauchige Strukturen werden teilweise genutzt oder größere Blätter mit dem Kokon versponnen. Die Kokons sind ca. 5 – 15 cm lang. In dem Kokon werden die im August gelegten Eier vom Weibchen bewacht, das die Eier aggressiv schützt und verteidigt. Die Jungen schlüpfen im Herbst zur Welt. Die Spinne ist nachtaktiv, d.h. sie geht vorzugsweise nachts an den Ausbau des Netzes heran bzw. auf die Jagd. Dabei pirschen die Spinnen sich an ihr Opfer heran und überwältigen es mit einem Betäubungs-Biss, der sofort wirkt. Im Gegensatz zu anderen heimischen Spinnen hat die DORNFINGERSPINNE längere Kieferklauen. Aus diesem Grund ist es ihr auch als einzige Spinnenart in heimischen Gefilden möglich, die menschliche Haut zu durchdringen.
Wo begegnen wir dem DORNFINGER ? Das wird seltenst vorkommen, denn diese Spinnen verlassen ihr „Haus“ nur zur Jagd. Eine Ausnahme könnte sein, wenn die Tiere sich unter einem Dachvorsprung oder an einer geschützen Haus-Wand ansiedeln; Efeu direkt an der Hauswand wächst und die Spinne so bei einem Ausflug über ein offenes Haus in das Innere gelangt. Wer über eine Naturwiese läuft, sollte festes Schuhwerk und lange Hosen tragen. Dies ist der beste Schutz gegen Spinnen. Wer mit ungeschützen Händen in hohes Gras greift, sollte nach hochgehängten Kokons Ausschau halten. Sie sind etwa halb so groß wie ein Ei und meist zwischen Blätter oder Halme gebaut.. Zum Album > Thumb anklicken. Für größere Auflösung > das jeweilige Foto 2 x anklicken - aktualisiert 2011-09-16
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